Otto Friedrich Wilhelm von Gloeden

* 11. Mai 1788 in Ruhrort, † 26. Oktober 1840 Haus Veen bei Xanten

Otto Friedrich Wilhelm von Gloeden war Architekt und preußischer Baubeamter.

Er war Angehöriger der rheinischen Linie des uckermärkischen Adelsgeschlechts von Gloeden. Seine Eltern waren der königlich preußische Leutnant und nachmalige Kriegsrat Gustav Wilhelm Carl von Gloeden und dessen erste Gattin Wilhelmine Dorothea von Kochtern. 1811 trat er in den Dienst des preußischen Staates ein und arbeitete ab 1815 als Landbauinspektor in Kleve, Düsseldorf und Moers.

1822 heiratete er in Bislich Walpurga Agnes Constantie Lenders, die Tochter des Landrates. Mit ihr hatte er zwei Söhne und eine Tochter.

Seine wohl bedeutendste Aufgabe bestand in der städtebaulichen Neuanlage Büderichs knapp 1,5km stromaufwärts der 1813 auf Befehl Napoleons zerstörten Stadt. Hierbei hatte er die von Schinkel als Richtlinie herausgebrachten architektonischen Entwürfe sowie die von Vagedes entworfene Landesbauordnung in seine Überlegungen einzubeziehen. Der Ort Neu-Büderich wurde im Wesentlichen in den Jahren 1815 bis 1822 als erste einheitliche städtebauliche Anlage im 19. Jahrhundert am Niederrhein geplant und bis auf die Straßen- und Entwässerungsarbeiten erstellt.

Zugrunde lag ihm hierbei der bereits von Christoph Casper Weinhardt erstellte annähernd rechteckigen Grundrissplan, mit den Maßen 542m * 248m.

Sämtliche Bauten von Gloedens wurden als reine klassizistische Bauten im Geiste der Berliner Schule errichtet, die sich trotz ihrer Sparsamkeit und einfachen Baukuben durch ausgeglichene Proportionen auszeichneten.

1820 wurden das Rathaus und die evangelische Kirche, 1821 die katholische Kirche St. Peter errichtet. Karl Friedrich Schinkel nahm persönlich großen Einfluss auf die Pläne zum Bau der beiden Kirchen.

Arbeiten und Entwürfe (Auswahl)

Literatur

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