Zeitreise Büderich

Eine Plattform zur Geschichte des ehemaligen Städtchens am linken Niederrhein bei Wesel.

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1870 - 1918

Büderich zur Kaiserzeit

Am 1. Juli 1878 wurde die insgesamt 92,7 km lange Boxteler Bahn von Büderich über Xanten und Goch ins niederländische Boxtel fertiggestellt. Nach Kriegsausbruch am 28. Juli 1914 begann man in Büderich umgehend mit dem Ausbau von Stellungen und Unterständen aus Beton zwischen Fort Blücher und dem an der Eisenbahnbrücke gelegenen Fort I. Darüber hinaus begann man mit dem Bau einer weiteren Rheinbrücke, der ersten Straßenbrücke zwischen Büderich und Wesel, sie sollte die bisherige Schiffsbrücke ersetzen.

1933 - 1945

Büderich während der NS-Zeit und des 2. Weltkriegs

Am 30. Januar 1933 ernannte der Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Die konservativen Kräfte glaubten Hitler einbinden zu können. So gehörten auch fast alle Minister nicht der NSDAP, sondern der DNVP an. Allerdings gehörten der Reichsinnenminister und der Innenminister des größten Staates Preußen der NSDAP an, so dass die Nationalsozialisten u.a. die Polizei kontrollierte. Durch Verordnungen wurden die Grundrechte in Februar 1933 umgehend eingeschränkt. Rechte wie Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit und das Briefgeheimnis wurden abgeschafft, die Verhaftung politischer Gegner wurde ermöglicht.

Klima, Unwetter, Hochwasser

Wie wirkte sich das Klime sowie besondere Wetterereignisse auf die Entwicklung Büderichs aus?

Der Beginn der Siedlung Büderich fällt in die Zeit der Mittelalterlichen Warmzeit, die auch als Mittelalterliche Klimaanomalie bezeichnet wird. Diese Warmzeit begann nach aktuellem Forschungsstand nach 900 und endete vor 1400. Die wärmste Zeit soll zwischen 950 und 1250 gelegen haben. Neben strategischen Gründen dürfte auch ein mit der langanhaltenden milden Witterung einhergehendes Bevölkerungswachstum die zahlreichen Stadtgründungen am Niederrhein in dieser Zeit begünstigt haben.

Aktuelles zum Projekt

08.02.2021

Niederrheinische Backsteingotik

Die klevischen Baumeister des 15. Jahrhunderts

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurden am Niederrhein und in den benachbarten Niederlanden viele zu dieser Zeit bescheidene Pfarrkirchen zu großen Stadtkirchen oder sogar Stiftskirchen ausgebaut bzw. durch Neubauten ersetzt. Diese Entwicklung wurde einerseits durch die Ambitionen der aufstrebenden Handelsstädte vorangetrieben, andererseits durch die Zunahme von Gilden, Bruderschaften und Stiftungen reicher Bürger, die Platz für ihre Seitenaltäre benötigten.

21.11.2020

Briefwechsel Tenbieg

Die Transkription der Briefe wurde von Elfriede Ballmann und Ernst Ballmann durchgeführt.

Johann Tenbieg aus Büderich wurde 1807 von der französischen Armee eingezogen. Seinen Wehrdienst leistete er in Brest in der Bretagne, entlassen wurde er im August 1814. Aus der Zeit von 1811 bis 1814 sind einige Briefe erhalten, die neben familiären Angelegenheiten auch Informationen zur Situation in Büderich liefern. So berichten seine Eltern Johann Tenbieg in ihrem Brief vom 11. Februar 1812 auch von einem Besuch Napoleons im Herbst 1811 in Büderich.