Neue Erkenntnisse zur Münzstätte

Bislang ging man davon aus, dass in Büderich nur während der Herrschaftszeit Graf Johanns zwischen 1347 und 1368 Münzen geschlagen wurden. Neue Funde belegen, dass auch unter Graf Adolf I. Büderich als klevische Münzstätte diente.

Bislang ging man davon aus, dass in Büderich nur während der Herrschaftszeit Graf Johanns zwischen 1347 und 1368 Münzen geschlagen wurden. Neue Funde belegen, dass auch unter Graf Adolf I. in der Zeit zwischen 1368 und 1394 Büderich als klevische Münzstätte diente. So sind inzwischen Groschen aus und Doppelgroschen, sogenannte Botdrager (niederl., Topfträger) bekannt geworden, die dem Numismatiker Alfred Noss nicht bekannt waren und in seinem Werk Die Münzen der Grafen und Herzöge von Kleve nicht aufgeführt sind.

Groschen aus der Zeit Graf Adolfs I. zwischen 1368 und 1394; Foto: Marcus Abram
 sogenannter Botdrager aus der Zeit Graf Adolfs I. zwischen 1368 und 1394;
Foto: Münzen und Medaillen GmbH, Weil am Rhein

Darüber hinaus gehen aus dem oben genannten Werk von Alfred Noss für das Jahr 1377 die Namen zweier Münzmeister in Büderich hervor, Jakob Scholt und Heinrich Dystel.

Seine Blüte erlebte Büderich unter Adolf II., der Büderich zur Nebenresidenz ausbaute und und etwa die Hälfte des Jahres hier verbrachte. Vor diesem Hintergrund ist es naheliegend, dass auch während seiner Herrschaft in Büderich Münzen geprägt wurden, es fehlen jedoch bislang die Belege.