Theodor Bergmann

* 18. Juni 1871 in Waltrop, † 30. April 1964 in Büderich

Nachdem Theodor Bergmann einige Kaplanstellen innehatte, kam er als Pfarrer nach Büderich und wirkte hier fast fünf Jahrzehnte.

Pfarrer Theodor Bergmann

In dieser Zeit war er auch als Heimatforscher sehr aktiv, da er der Ansicht war, die Menschen müssten ihren Lebensbereich tiefer verstehen lernen, dass sie um das Wie und Woher wissen und um das Wohin nachdenken müssten.

Mit Hilfe von Jugendlichen führte er Ausgrabungen an der Alt-Büdericher Pfarrkirche durch. Am 3. April 1957 wurde an der Stelle der ehem. Kirche in seinem Beisein ein Gedenkstein errichtet und eingeweiht. In den Jahren 1933 und 1934 entdeckte er bei Grabungen auf dem Steinacker bei Büderich ein römisches Auxiliarkastell. Systematische Flurbegehungen erbrachten umfangreiche und wertvolle römische Funde, die 1941 dem Rheinischen Provinzialmuseum in Bonn, dem heutigen Rheinischen Landesmuseum, übergeben werden mussten, wo sie sich seitdem befinden.

Durch seine sorgfältige Forschungsarbeit war es möglich den Raum um Büderich und Ginderich als Legionsterritorium des Römerlagers Vetera bei Xanten einzuordnen. Über seine Studien schrieb er zudem in der Zeit von 1930 bis 1936 Berichte, die in der Zeitung Bote für Stadt und Land veröffentlicht wurden sowie Manuskripte für das Pfarrarchiv.

Für seine Verdienste um die Heimatforschung wurden ihm das Bundesverdienstkreuz und die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Büderich verliehen.

Er starb am 30. April 1964 und wurde am 5.Mai 1964 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Büdericher Friedhof beigesetzt.

Artikel in der Zeitung Bote für Stadt und Land

Artikel über die Ausgrabungen in Alt-Büderich

Artikel über die Geschichte Büderichs

Artikel über Büderich zur Römerzeit


Literatur